B.A.S.E.®-Mutter Julia aus Frankfurt/Main

Liebe Jeannette Hollerbach, liebe Thea, im letzten Jahr war ich mit meinem Sohn Kasimir regelmäßig im Kindergarten CELA, Bornheimer Landwehr, im Rahmen des Babywatching Projekts zu Gast.

Im Feedbackbogen, den ich für euch nach Projektabschluß ausgefüllt habe, erzählte ich von einem Mädchen, das ziemlich schnell die Erzieherin fragte ob sie rausgehen dürfe (da saßen die kids erst ein paar Minuten auf ihren Stühlen).

Ich hatte das Gefühl, dass das Mädchen sich irgendwie unwohl fühlte, nicht nur schüchtern war, sondern auch nicht interessiert, weil sie wirklich immer schnell wieder rauswollte, sobald die "babywatching-Situation" begann.

Auch Honorata, die Erzieherin, wunderte sich. Wir dachten, das würde über die Zeit besser werden, wurde es aber nicht. Sobald ich anfing liebevoll auf Kasimir einzugehen, mich mit ihm zu beschäftigen und sobald Honorata die üblichen Fragen an die Kinder stellte und diese dann beschrieben was passierte, wollte das Mädchen den Raum verlassen. Das war 2013, Ende des Babywatching-Projekts war im Dezember.

Im Sommer 2014, gerade vor ein paar Wochen, war ich mit Kasimir im Günthersburgpark und hörte schon von weitem ein lautes Rufen: "Kaaasimir, Kaaasimir"....eben genau das Mädchen kam freudig strahlend auf uns bzw Kasimir zugerannt. Lachte, strahlte, spielte mit Kasimir. Wirklich total süß. Sie war in Begleitung ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester. Die beiden erzählten mir daraufhin, dass die Kleine immer wahnsinnig viel von Kasimir erzählt hatte. Sie hatte das Begrüßungslied ("Guten Morgen lieber Kasimir...") ständig zu Hause gesungen und jeden Dienstag, nachdem Kasimir und ich zum babywatching da gewesen waren, ihrer Familie ausführlich ihre Eindrücke geschildert. Es muss wirklich viel gewesen sein, denn sowohl Schwester als auch Mutter freuten sich "endlich" Kasimir mal "kennenzulernen".
 
Im euch vorliegenden Feedbackbogen (ich hab ihn mir auch gerade nochmal rausgesucht) schrieb ich damals auf die Frage zum "Verhalten der Kinder": "Ein Mädchen fühlte sich bei den Sessions sichtlich unwohl, von Anfang an, fragte sie nach ein paar Minuten ob sie bitte raus dürfe. Das hat sich nicht gelegt, zuletzt war sie leider gar nicht mehr dabei."

Hierbei handelt es sich um genau das Mädchen und deshalb wollte ich euch das Erlebnis schildern, denn es hat mich wirklich beeindruckt. Vielleicht ist es ja auch für die babywatching-Studie von Interesse.
 
Falls Ihr noch Rückfragen habt, könnt ihr mich natürlich gerne kontaktieren.

Herzliche Grüße,
Julia