Hintergründe zu B.A.S.E.® - Babywatching

Foto_Henry Parens , Jugendlicher

Im Jahr 1940 flieht Henri Parens zusammen mit seiner Mutter vor dem Nationalsozialismus von Belgien nach Frankreich und gerät schließlich mit ihr in das südfranzösische Internierungslager Rivesaltes. Die Flucht des damals Zwölfjährigen in die USA bedeutet gleichzeitig die Trennung von seiner Mutter: Sie wird 1942 mit einem der letzten Transporte aus Frankreich nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Porträt Henry Parens

Aus dieser Erfahrung beschloss Henri Parens, Kinderanalytiker zu werden und sich gegen Rassismus, Krieg und Hass zu engagieren. In den 80er Jahren führte Henri Parens in Philadelphia/USA dann Studien zur Vorbeugung von aggressiven Verhaltensstörungen bei Kindergartenkindern durch.
Henri Parens auf YouTube, Lebensweg: pdf-DATEI

Porträt KH Brisch, bunt

Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen wurde das Präventionsprojekt B.A.S.E.® - Baby-Beobachtung im Kindergarten und in der Schule gegen Aggression und Angst zur Förderung von Sensitivität und Empathie" vom Münchner Bindungsforscher Prof Dr. med. Karl Heinz Brisch an der Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt.

Weitere Informationen zu Prof. Dr. med. Karl Heinz Brisch und zum Thema "Sichere Bindung" finden Sie auf seiner Homepage: hier

Radiobeiträge mit Henri Parens

In der hr-Radiosendung WISSENSWERT erzählt Henri Parens in zwei Radiobeiträgen von seiner Kindheit, den Erfahrungen der Flucht und seinem neuen Leben in den USA. (Quelle:Hessischer Rundfunk, hr-online, Sendung "Wissenswert" vom 12.12.2011, Autorin: Regina Oehler)

Folgenden Radiobeiträge haben wir auf unserer Mediathek unter Podcast bereitgestellt:

1. Henri Parens: Ein Kind auf der Flucht  Hier

2. Henri Parens: Ein Psychiater lehrt verzeihen Hier